Umweltsschutz

Entsorgung, Abwasser, Immissionsschutz, Energieeinsatz– kurzum: Ressourcenoptimierung und Ressourcenschutz sind Themen, die jeden Betrieb betreffen.

Wir helfen bei einzelnen Fragen ebenso wie bei der Erstellung gesamtbetrieblicher Entsorgungs- oder Umweltschutzkonzepten. Auch bei Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und bei der Auswahl geeigneter Energieträger unterstützen wir Sie. Für die Umsetzung der Maßnahmen suchen wir für Sie geeignete Fördermittel in Bund und Land. Und auch bei der Beantragung lassen wir Sie nicht allein. 

In einem Kfz-Betrieb wird täglich mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen. Dies sind z.B. Öle, Fette, Brems- und Kühlflüssigkeit. Die zuständigen Überwachungsbehörden (i.d.R. Untere Wasserbehörde) stellen hohe Anforderungen an den Umgang, die Lagerung und die Entsorgung wassergefährdender Stoffe. Gern sind wir Ihnen beim Dialog mit den Vertretern der Behörden behilflich und stehen Ihnen bei Fragen zu Abscheider-Systemen (Neubau, Wartung, Instandsetzung, Stilllegung), der „abwasserfreien Werkstatt“ oder sonstigen Themen im Bereich Umweltschutz zur Seite.

Mit dem Verband der Abfallerzeuger und -besitzer aus Handwerk und Handel e.V. (VAHH e.V., https://verbandsloesungen-vahh.de/), haben wir eine durch Innungen, Kammern und vom Hamburger Handwerk und Handel getragene Organisation im Hintergrund, die bei der einfachen und nachhaltigen Handhabung der verschiedenen Gesetzgebungen in der Kreislaufwirtschaft unterstützt (z.B. Gewerbeabfallverordnung), rechtskonforme sowie kostengünstige Entsorgung der Abfälle im Betrieb und für die Kreislaufwirtschaft gewährleisten kann.

Steigende Energiekosten und eine ungewisse Energiepolitik sind für Betriebe wachsende Herausforderungen und rücken das Thema Energieeffizienz stärker in den Fokus. Mit gezielten Maßnahmen lassen sich der eigene Betrieb energieeffizienter aufstellen, die eigenen Aufwendungen optimieren und Kosten reduzieren. Aber wie geht man das an?

  • Aus der Handwerksorganisation heraus hat die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) eine Arbeitshilfe entwickelt. Das kostenfreie E-Tool (energie-tool.de) hilft nicht nur beim Monitoring des Energieverbrauchs, es kann ebenfalls zur Bilanzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks eingesetzt werden.
  • Gerade im Kfz-Gewerbe gehören Betriebe mit großen Hallen und Ausstellungsflächen zu den energieintensiven Handwerksbetrieben mit relativ hohem Energieverbrauch. Es lohnt sich jetzt mehr denn je die Energieverbräuche unter die Lupe zu nehmen und nach jedem „Quäntchen“ Einsparpotenzial zu suchen – festzustellen, wo z.B. häufig Strom- oder andere Energiefresser lauern – und auf effiziente Energienutzung zu setzen, beispielsweise bei:
      • Gebäudehülle
      • Heizung
      • Beleuchtung
      • Druckluft
      • Lackiererei
      • Waschstraßen
      • Mobilität
      • Nutzungsverhalten
      • Organisation & Controlling
  • Wer moderne Technik nutzt und seine Prozesse optimiert, kann den Energiebedarf merklich reduzieren, geringere Energieverbräuche senken so Betriebskosten, steigern die Wirtschaftlichkeit und schonen die Umwelt. An welchen Stellschrauben können Kfz-Betriebe drehen? Wo wird Energie möglicherweise teuer und umweltschädlich verschleudert?
  • Bevor Investitionen angestoßen werden, sollte vorab eine detaillierte Analyse der eigenen Verbräuche erfolgen. Wer weiß, warum an welcher Stelle wie viel Energie verbraucht wird, kann Einsparpotenziale identifizieren und Energieverbräuche optimieren.

Schon mit relativ einfachen Maßnahmen lassen sich im Betrieb die Verbräuche senken – Einsparmaßnahmen, die Kfz-Betriebe ergreifen können.
Damit sich Investitionen in eine energieeffiziente Beleuchtung, Heizsysteme oder moderne Werkstatt-Ausrüstung bewerten lassen, bedarf es einer Ermittlung des Einsparpotenzials. Eine erste Einschätzung zum Verbrauch liefern die Jahresabrechnungen der Energieversorger. Bessere Informationen bieten detaillierte Verbrauchsanalysen und Energiemonitoring-Systeme, aus denen individuelle Lastprofile abgeleitet werden können.

Sind die einzelnen Verbrauchsanteile näher identifiziert, schafft eine anschließende Kosten-Nutzen-Analyse ein Bewusstsein dafür, welche Maßnahmen besonders effizient sind und frühzeitig angestoßen werden sollten.

Eine Maßnahme muss nicht zwangsläufig mit Kosten verbunden sein. Nicht nur der Wirkungsgrad eines Systems beeinflusst den Verbrauch, sondern maßgeblich auch das Nutzungsverhalten.

  • Beleuchtungssysteme: LED-Technik spart gegenüber konventionellen Leuchtmitteln bis zu 70 Prozent Strom. Es kann folgende Faustregel angewendet werden: ist eine Leuchte täglich mehr als zwei Stunden in Betrieb, rechnet sich meist ein Austausch innerhalb von zwei Jahren. Wobei zu bedenken ist, dass eine in Abwesenheit eingeschaltete Lichtquelle in der Regel ausschließlich zu einem hohen Verbrauch beiträgt.
  • Druckluftsysteme: Bei den meisten Druckluftanlagen liegt der Wirkungsgrad unter 50 Prozent. Überhöhte Verdichtungsdrücke und Leckagen steigern den Energiebedarf darüber hinaus weiter. Ein angepasster Abschaltdruck und die frühzeitige Behebung von Leckagen helfen dabei, bares Geld zu sparen.
  • Gebäudehülle: Dämmen und Isolieren lohnt sich! Maßnahmen an Dach, Fassade und Gebäudehülle können den Energiebedarf um bis zu 20 Prozent reduzieren und sind oft sogar förderfähig.
  • Große eigene Dachflächen bieten Betrieben zusätzlich eine Möglichkeit, die Energiekosten mit Hilfe von PV-Anlagen und selbst erzeugtem Strom zu reduzieren. Aufgrund niedriger Einspeisevergütungen ist die Auslegung einer PV-Anlage zur Netzeinspeisung aber nicht attraktiv. Stattdessen sollte der Fokus auf der Eigenstromnutzung liegen, ergänzt durch Pufferspeicher, um eine höhere Unabhängigkeit vom Energieversorger zu erreichen.
  • Auch das Thema Wärmeversorgung rückt mit dem Anfang 2024 in Kraft getretenen „Heizungsgesetz“ (GEG) künftig weiter in den Fokus. Viele Betriebe stehen davor, die Weichen für die Erneuerung ihres Heizungssystems zu stellen und fragen sich, wie der Umstieg auf erneuerbare Energien mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand zu realisieren ist.

Es lohnt sich genauer hinzusehen – um Energiekosten zu sparen , unabhängiger von Schwankungen der Energiekosten zu werden und den eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Energieeffizienz kann auch zu einem Wettbewerbsvorteil beitragen. Unternehmen sind gut beraten, in diesem Themenfeld aktiv zu werden, um die eigenen Kosten zu senken und ggfs. von staatlichen Förderungen zu profitieren.

Rund um das Thema Energieeffizienz stehen Ihnen die Experten der Kfz-Innung bei Fragen oder auch der Suche nach Energieberatern oder weiteren Experten zur Seite.

Das ZEWU Hamburg, das Energiebau-Zentrum, die Mittelstandinitiative Energiewende und Klimaschutz und die Umweltpartnerschaft Hamburg stehen auch für Beratungen zur Verfügung. Die Beratung ist kostenlos und findet vor Ort in Ihrem Betrieb statt, ggf. im ersten Schritt auch online.

Ihr Ansprechpartner

Michael Kasten
Abteilungsleiter Umwelttechnik und Arbeitssicherheit